14.01.2012
Brunnenkataster
Anfrage zur Ortsbeiratssitzung Mainz-Altstadt am 25.01.2012
Nicht ausreichend erfolgt ist die Antwort auf die Anfrage Nr. 1660/2011 – Mainzer Brunnen in der Altstadt. Weiter offen ist der Sachstand in der Entwicklung des Brunnenkatasters. Offensichtlich nicht umfassend vollständig im Besatz ist einzeln die Auflistung durch die Verwaltung. Darin aktuell ausgeführt wird der längst abgebaute Brunnen am Tritonplatz. Stattdessen vorenthalten, neben zahlreichen anderen, wird der zweitälteste öffentliche Brunnen (nach dem Marktbrunnen) in Mainz, an der Neuen Universitäts-/Münsterstraße. Sinnvoll nützlich, einwandfrei ist ein Kataster, wenn dazu vollumfänglich öffentlicher und privater Bestand verzeichnet werden.
Beträchtlich die Brunnen sind immerzu Zeugen darin prägender Bau- und Stadtgeschichte, somit ein wertvoller Teil unseres kulturellen Erbes.
Nach wesentlicher Durcharbeit, hierin vorhandener Literatur in der Stadtbibliothek sowie Begehung durch den Unterzeichner, wird damit erheblich zusätzlich Bestand festgestellt, darüber nicht enthalten in der Liste durch das Amt. Infolge dazu ausgeführt wird weiter der Besatz, getrennt nach offensichtlich fließenden (1) und nicht betriebenen Brunnen (2). Zumindest Vollständigkeit wird damit angestrebt, durch Ergänzung bei der Verwaltung, dazu im Kataster:
(1) Petersplatz – Erthaler Hof, Schillerstr. – Rochusstraße – Martinusbibliothek, Grebenstr. - Altenheim, Altenauergasse – Am Brand – Domkreuzgang – Domstraße – Osteiner Hof - Bruder-Konrad-Stift – Kultusministerium – Gutenbergmuseum – Altstadtgalerie, Kirschgarten 9 – Schott Music, Weihergarten – City Hilton, Münsterstr. – Klarissengarten (ab 2012)
(2) Delphin-Brunnen, Landesmuseum – Kreuzgang St. Stephan – Neue Universitäts-/Münsterstr. – Quintinskirche – Rathausplateau – Hollagäßchen – Landtag, Zeughaus – Heilig Geist – Haus „Zur Wilden Gans“, Kirschgarten 30 – Kartäuser Str. 14 – Dalberger Hof – Proviantmagazin, Innenhof – Rochusgarten – Anne-Frank-Schule, Innenhof - Altmünsterkirche, Gewölbekeller
Historische und moderne, dabei große und kleine Brunnen, insgesamt an der Zahl etwa 120, sind sichtbar eindrucksvoll zu erlebender Bestandteil Mainzer Baukultur. Dazu attraktiv im Stadtbild, weiter zu entwickeln. Insbesondere in der Innenstadt, für Touristen, Bürger, Besucher, damit auch für Kunden.
Hiermit wird die Verwaltung gebeten darüber zu unterrichten.
Welche Entwicklungsschritte sind bereits erfolgt zur Einrichtung des Katasters? Welches Ziel wird damit im Zweck verfolgt?
Liegt dafür im Zeitrahmen ein Konzept zugrunde, zunächst hinsichtlich besonders reichen Bestandes in der Innenstadt (über 50), weiter im Stadtmarketing? Wird sinnvoll beabsichtigt in der Sachwaltung, dazu an das Bau- und Denkmalamt zu übertragen?
Hans Preusse
