2.1 Gewerbeansiedlung
• Das Oberzentrum Mainz – dazu als Einkaufsstandort – muss weiter gestärkt werden, dabei besonders der inhabergeführte Einzelhandel. Das Zentrenkonzept muss an die heutigen Realitäten angepasst und weiterentwickelt werden. Die Innenstadt muss gestärkt und modernisiert werden. Das Monopol der Supermärkte am Stadtrand muss aufgebrochen werden.
• Wir setzen uns für aktive Förderung in der Wirtschaftsansiedlung ein. Rahmenbedingungen müssen weiter erheblich verbessert werden: Parktarife zu auslastungsarmen Zeiten wirtschaftlich vernünftig entwickeln, Stadteingänge aufwerten und gestalten, mehr Begrünung und Verweilzonen gestalten, Verlegung des Wochenmarktes weiter vermeiden, Auf- und Abbauzeiten bei Veranstaltungen beträchtlich reduzieren, Handwerk und Dienstleister bei lokalen Bauprojekten besonders berücksichtigen.
• Wir setzen uns für die Errichtung einer Mainzer Kongress- und Messeallianz unter Einbeziehung privater Anbieter ein, um den Standort beträchtlich zu stärken. Zur Erzielung von Einsparpotenzialen aus Synergieeffekten ist die Zusammenlegung von CCM und Touristik Centrale Mainz erforderlich.
• Wir wollen bei der CCM hierzu periodischen Marktvergleich mit Mitbewerbern, darin Angebot und Nachfrage bei einzelnen Veranstaltungsformaten.
• Wir befürworten den Ökologischen Wirtschaftspark Mainz-Süd einschließlich des Messeplatzes zwischen Hechtsheim und Ebersheim, damit neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Dieses Gewerbegebiet sollte durch eine Straßenbahntrasse und die Westumgehung Hechtsheim erschlossen werden. Vorrangig sind jedoch erst die freien Gewerbeflächen im alten Gewerbegebiet Mainz-Hechtsheim zu nutzen. Die geplante Süderweiterung des alten Gewerbegebietes würde eine wichtige Kaltluftschneise für Hechtsheim beeinträchtigen. Daher lehnen wir sie ab.
• In Zusammenarbeit mit der Universität und den Fachhochschulen sollte ein Wissenschaftspark eingerichtet werden, um kreative und innovative Arbeitsplätze zu schaffen.
• Wir bekennen uns zum Medienstandort Mainz. Dieser muss weiter ausgebaut und attraktiver gestaltet werden. Dabei genießt die Unterstützung des öffentlich-rechtlichen Fernsehens und Rundfunks eine besondere Priorität. Wir schlagen die Errichtung einer Medienhochschule unter Einbeziehung der vorhandenen Ausbildungsmöglichkeiten in diesem Bereich vor.
• Einkaufsmärkte, Post und Banken gehören in alle Stadtteile. Briefkästen sind in ausreichendem Maße anzubieten.
• In der Innenstadt sollten die Einzelhändler in Zusammenarbeit mit dem Verkehrsdezernat einen Zustellservice für die Kundinnen und Kunden aufbauen, damit diese den ÖPNV zum Einkaufen nutzen können. Ferner sollten in der City in Kaufhäusern Gepäckschließfächer eingerichtet werden. Den Gepäckbus an den Weihnachtswochenenden finden wir gut, er sollte aber für das gesamte Jahr verfügbar sein.
• Um die City attraktiver zu machen, müssen Grünflächen und Ruhezonen sowie Treffpunkte mit Sitzmöglichkeiten geschaffen werden.
